Hochsensible Kinder: Warum der Defizitblick ihnen nicht gerecht wird
In meinen Fachberatungen mit Eltern und Pädagog*innen zeigt sich seit Monaten sehr deutlich: Hochsensible Kinder werden noch immer vor allem über ihre Schwierigkeiten wahrgenommen. Das „Funktionieren“ im System steht im Vordergrund – Anpassung, Leistung, Belastbarkeit.
Überforderung und fehlendes Fachwissen tragen dazu bei, dass Kinder schnell falsch eingeordnet werden. Statt das Umfeld zu verändern, bekommt das Kind ein Etikett.
Doch das kann nicht die Lösung sein.
Vom Funktionieren im System zum Potenzialblick auf Kinder
Wo bleibt der Blick auf das, was ein Kind mitbringt?
Wo ist die Ruhe und Gelassenheit, Entwicklung nicht zu beschleunigen, sondern zu begleiten?
Und wo sind die kleinen, sofort umsetzbaren Maßnahmen, die hochsensible Kinder im Alltag entlasten – ohne große Umstrukturierungen?
Gerade hochsensible Kinder brauchen kein „Mehr“ an Druck, sondern ein anderes Verstehen. Ein Perspektivwechsel reicht oft aus, um Verhalten neu einzuordnen und Handlungsspielräume zu eröffnen.
Hochsensibilität verstehen statt vorschnell diagnostizieren
Seit über 15 Jahren erlebe ich, wie Kinder eine Diagnose nach der anderen erhalten – während Eltern und Pädagog*innen nach der Diagnosestellung oft ratlos zurückbleiben.
Konkrete, alltagstaugliche Handlungsmöglichkeiten fehlen. Medikamente können in akuten Situationen hilfreich sein, ersetzen jedoch kein Wissen über Hochsensibilität und keine langfristig tragfähige Begleitung.
Viele Eltern berichten mir, dass sie bereits zahlreiche Beratungsstellen aufgesucht haben, dort jedoch kaum umsetzbare Unterstützung erhalten haben. Umso größer ist die Erleichterung, wenn innerhalb kurzer Zeit Klarheit entsteht – und mit ihr konkrete Schritte, die sich stimmig anfühlen und sofort umgesetzt werden können.
Kleine Veränderungen mit großer Wirkung im pädagogischen Alltag
Kürzlich fand wieder eines meiner Präsenzseminare in Wien statt, an dem vor allem ElementarpädagogInnen, aber auch Lehrkräfte und ErzieherInnen teilgenommen haben. In knapp zwei Tagen haben wir zahlreiche kleine Anpassungen erarbeitet, die direkt im pädagogischen Alltag umgesetzt werden können – ohne offizielle Anträge, ohne Umwege, ohne zusätzliche Belastung.
Diese „Kleinigkeiten“ machen oft den entscheidenden Unterschied: für das Kind, für die Gruppe und für die eigene innere Haltung.
Fachfortbildung Hochsensibilität: Wissen, Haltung und Praxis verbinden
Die Fachfortbildung Hochsensibilität richtet sich an Menschen, die den Defizitblick hinter sich lassen und den Potenzialblick stärken möchten. Sie verbindet wissenschaftlich fundiertes Fachwissen mit praxisnahen Beispielen, Reflexion und einer Struktur, die auch hochsensible Menschen in ihrer Art des Lernens berücksichtigt.
Viele AbsolventInnen berichten von mehr Klarheit, innerer Ruhe und einem nachhaltig veränderten Blick auf Kinder, Eltern – und sich selbst.
Individuelle Beratung & Familienbegleitung bei Hochsensibilität
Nicht immer ist eine umfassende Fortbildung der passende Weg. Wenn du dir stattdessen eine individuelle Beratung oder eine persönliche Familienbegleitung wünschst, bist du hier ebenfalls an der richtigen Adresse.
In der Einzelbegleitung geht es darum, deine konkrete Situation anzuschauen: Dein Kind, eure Familie, euren Alltag, eure Fragen. Gemeinsam entwickeln wir stimmige, realistische und sofort umsetzbare Schritte – ohne Pauschallösungen, ohne Druck und ohne Schuldzuweisungen.
Alle Informationen zu Beratung und Familienbegleitung bei Hochsensibilität findest Du hier:
Hochsensibilität als Ressource erkennen und weitertragen
Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um ein düsteres Bild zu zeichnen. Sondern weil ich täglich sehe, wie viel leichter Begleitung sein kann, wenn Wissen, Haltung und Mut zu unkonventionellen Lösungen zusammenkommen.
Wenn in Dir der Wunsch brennt, den Potenzialblick auf hochsensible Kinder zu stärken – sei es im eigenen Familienalltag, im pädagogischen Beruf oder durch eine fundierte Weiterbildung –, findest Du hier den passenden Weg.
Die Fachfortbildung startet zweimal pro Jahr. Hier findest du alle Infos >>
Fachweiterbildung Hochsensibilität
Hole dir Wissen und Klarheit zu Hochsensibilität und Neurodiversität in unserem Lehrgang.
Kurz & klar (FAQ): Was macht diese Fortbildung besonders?
Unsere Absolventinnen beschreiben vor allem vier Besonderheiten:
- Mehr als Wissen: Die Fortbildung verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit echter Praxis und persönlicher Reflexion.
- Individuelle Begleitung: Kein Schema F – Dein Lernprozess wird persönlich gesehen und begleitet.
- Für hochsensible Menschen gemacht: Struktur, Tempo und Atmosphäre sind so gestaltet, dass Integration statt Überforderung möglich ist.
- Perspektivenwechsel inklusive: Viele Teilnehmende berichten von mehr Klarheit, Gelassenheit und einem neuen Blick auf Kinder, Eltern – und sich selbst.
- Nachhaltige Wirkung: Die Inhalte wirken weit über die Fortbildung hinaus in Alltag, Beruf und persönliche Entwicklung hinein.
FAQ – Beratung & Familienbegleitung bei Hochsensibilität
Was ist die Fachberatung zu Hochsensibilität?
Eine individuelle 1:1-Begleitung, die Deine konkrete Familien- oder Alltagssituation in den Mittelpunkt stellt – praxisnah, wertschätzend und ohne Pauschallösungen.
Für wen ist die Beratung geeignet?
Für Eltern und Bezugspersonen hochsensibler Kinder, die Klarheit, Entlastung und umsetzbare Schritte suchen – jenseits von Druck, Schuld oder „Erziehungsrezepten“.
Wobei kann die Beratung unterstützen?
Bei Fragen rund um Hochsensibilität, Hochbegabung, starken Willen, Neurodiversität, Schule/Kindergarten, großen Gefühlsausbrüchen und Melt Downs, herausfordernden Alltagssituationen und negativen familiären Dynamiken.
Wie läuft eine Beratung ab?
Online im Einzelsetting (30 oder 60 Minuten). Durch eine gute Vorbereitung steigen wir direkt in dein Anliegen ein – effizient und fokussiert.
Reicht eine einzelne Stunde aus?
Oft ja. Viele erleben bereits nach einem Termin mehr Klarheit, einen Perspektivenwechsel und konkrete Schritte für den Alltag.
Was ist der Unterschied zur Fortbildung?
Die Beratung ist individuell und situationsbezogen. Die Fortbildung vermittelt vertieftes Fachwissen und richtet sich an Menschen, die Hochsensibilität professionell oder langfristig weitertragen möchten.
Was ist das Ziel der Begleitung?
Mehr Verständnis, innere Ruhe und Handlungssicherheit – und ein klarer Potenzialblick auf Dein Kind und Dich selbst.
Persönliche Beratung anfragen
Hole dir Klarheit und Antworten auf deine Fragen in einem persönlichen Gespräch.

